Entspannt, aber zielgerichtet sichtbar werden auf Facebook

Endlich im Social Media Dschungel sichtbar werden. Dein Business präsentieren und der Welt zeigen, wer du bist und womit du die Menschheit online, wie offline glücklich machen kannst, ohne total gestresst zu sein. Eine grandiose Idee. Doch wie und wo fange ich am besten an?

Befindest du dich gerade in der Gründungsphase deines Herzens-Unternehmens oder möchtest mit deinem laufenden Geschäft online mehr Kunden gewinnen, so kommst du an Social Media kaum vorbei.

Hier, im dichten Dschungel der Social Media Welt, gilt es deine erste Wahl zu treffen. Frage dich, was genau du erwartest und erreichen möchtest, wer deine wahre Zielgruppe ist und auf welcher Plattform diese sich größtenteils aufhält. Dazu ist eine kleine Recherche unerlässlich. Investiere genügend Zeit in die Phase der Vorbereitung, dann kannst du dich beim Aufbau deines neuen Accounts darauf verlassen in die richtige Richtung zu gehen. Du verlierst deinen Leitstern nicht aus den Augen, auch wenn es mal nicht so gut läuft. Bleibst locker auf deinem Weg, der dich schlussendlich zum Ziel führt: Sichtbarkeit, entspannt, aber zielgerichtet.

Meine favorisierten Plattformen sind eindeutig Facebook und Instagram. Einfach, weil ich herausgefunden habe, dass die Menschen, mit denen ich gerne beruflich zusammen bin, sich eher dort, als zum Beispiel auf LinkedIn aufhalten.

Höre in dich hinein, was fühlt sich für dich stimmig an? Es bringt niemanden etwas, wenn sich zwar ein Teil deiner Zielgruppe auf Insta tummelt, du aber mit Insta so überhaupt nichts anfangen kannst. Es in Stress ausartet. Du sollst dich wohl fühlen. Deine potenziellen Kunden würden schnell merken, dass du nicht mit dem Herzen dabei bist. Konzentriere dich vorerst auf den Kanal, der dir wirklich liegt.

Heute schreibe ich dir klasse 5 Tipps und Fakts, um mit Facebook zu wachsen und gekonnt sichtbar zu werden. Beginnen wir mit dem ersten Schritt. Deinem Account.

1. Dein Facebook Account

Vorneweg: Um eine Dienstleistung anzubieten oder ein Produkt zu verkaufen, benötigst du laut Facebook Richtlinien, einen Business-Account mit entsprechend einfach erreichbaren Impressum und Datenschutz. Deinen Business-Account kannst du erstellen, sobald du privat auf Facebook als User registriert bist.

Neulich hat mich eine Kundin gefragt, ob es ok wäre, jetzt den privaten Account zu deaktivieren. Ein klares „Nein“ von meiner Seite. Denn du brauchst ihn, deinen Privat-Account, um in anderen Gruppen aktiv sein zu können. Die meisten Menschen auf Facebook, die eine Gruppe erstellt haben, wollen mit „echten“ Menschen kommunizieren und nicht mit einem Business. Sie wollen ein Gesicht hinter dem Account. Aber Vorsicht, achte darauf, dass der Inhalt auf deinem privaten Account nicht allzu privat ist, wenn du damit auch dein Business bespielen möchtest. Verweise von deinem privaten Account zu deinem Business-Account.

 Dein Business-Account sollte auf den ersten Blick dein Corporate Design widerspiegeln. Das bedeutet, deine Farbpalette, deine Schriftarten, dein Logo und alles, was sich hinter deinem Brand verbirgt, sollte sich auf irgendeiner Weise auf deinem Account zeigen und deinen Kunden mitteilen, wer du bist, was du machst und wofür du stehst.

Hast du einen Pitch? Einen Slogan? Der kommt hier zum Einsatz. In die Beschreibung gehört, was du verkaufen willst, an wen und wie. Vergiss nicht den Link zu deiner Website oder einem anderen Social Media Account, wenn du (noch) keine eigene Website besitzen solltest.

 Berücksichtigst du diese Dinge, ist das schon die halbe Miete, um mit Facebook erfolgreich durchzustarten.

2. Sichtbarkeit über Gruppenaufbau

Gruppen sind eine wunderbare Möglichkeit auf Facebook gezielt zu bestimmten Themen Sichtbarkeit zu erlangen. Das gelingt in zwei Richtungen:

a) Du wirst Mitglied in einer Gruppe, die dich interessiert, um dich mit anderen Experten über dein Business auszutauschen und, um dich mit ihnen zu vernetzen, deine Angebote publik zu machen oder um an Workshops, Online-Kursen und so weiter teilnehmen zu können. Manche Gruppen sind kostenlos, für andere musst du einen Mitgliedsbeitrag entrichten.

Suche deine Gruppen gezielt aus. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn du in zu vielen Gruppen Mitglied bist, bekommst du nicht viel davon mit, was in diesen inhaltlich geboten wird. Besser ist es, sich einige wenige herauszusuchen und dort aktiv mitzuwirken. Es ist einfach schade, wenn sich jemand die Mühe macht, liebevoll eine Gruppe mit Mehrwert aufzubauen, zu unterhalten und das dann durch Inaktivität ungewürdigt bleibt. Das bringt dir nichts und auch der Dynamik der Gruppe tut es nichts Gutes.

b) Du baust dir deine eigene Gruppe auf. Hier kannst du dich weiter bekannt machen und auf dein Angebot und dein Thema hinweisen. Du stellst die Gruppenregeln auf und verwendest dein Corporate Design.

Wenn du beispielsweise ein Online-Gruppencoaching, eine eigene Community für einen deiner Businesszweige, einen Workshop oder Online-Kurse planst, bietet es sich an, diese Gruppe gleich mit in deine Überlegungen einzubinden. Facebook Gruppen kannst du öffentlich machen, so dass jeder sie findet, privat – mit der Option- die Gruppe über die Suche zu finden oder auch komplett geheim launchen.

Die Möglichkeiten deine Gruppe zu gestalten und mit deinen Kunden zu kommunizieren sind tatsäclich vielfältig. Deiner Kreativität sind dabei fast keine Grenzen gesetzt.

3. Dein Content

Guter Content ist das A & O für dein Facebook-Business. Guter Content soll für deine Kunden relevant sein und Vertrauen aufbauen. Das heißt:

a) schreibe, wie du sprichst (keinen Slang, aber auch kein Fachchinesisch)

b) baue Vertrauen auf (erzähle von dir, deinen Werten, deiner Mission und deinem großen Warum) Hier kannst du dir übrigens den Wertecheck für dich und dein Unternehmen kostenlos herunterladen.

c) baue Vertrauen auf und zeige gleichzeitig dein Angebot (zeige deinen Kunden, warum sie dein Angebot brauchen, welche Probleme du für sie lösen kannst, was sie davon haben, mit dir zu arbeiten)

d) zeige dein Angebot (erkläre deine Dienstleistungen, zeige konkret dein Angebot)

e) verweise auch auf andere Quellen, beispielsweise deinen neusten Blogartikel oder ein großartiges Interview, das du kürzlich gegeben hast.

Deinen Content kannst du als Text oder in Videoform als Beitrag im Feed teilen. Über Bilder und Grafiken ausdrücken und in deinen Facebook-Stories zum Besten geben. Die bunte Mischung machts. Außerdem heißt es, dass Videos, die mindestens 20 Minuten lang sind, besser auf Facebook gerankt werden als bloßer Text.

Keep it simple. Überlege dir für deinen Content Basic-Themen, auf die du aufbauen kannst. Mach dir eine Sammlung von Herausforderungen, mit denen du einmal konfrontiert wurdest und wofür du eine Lösung parat hast. Brainstorming hilft mir dabei ungemein. Auch Storytelling ist ein wichtiges Stichwort.

Das allerwichtigste jedoch ist Interesse und Interaktion. Wenn du dich nicht für die Beiträge anderer Menschen interessierst und aktiv bist, kannst du kaum erwarten, dass du Menschen auf deine Seite ziehst, die sich für dich und dein Business interessieren. Also geh los und keine Panik, du musst jetzt auch nicht Tag täglich 24/7 auf Facebook präsent sein. In der ersten Zeit schon etwas mehr, je nachdem, wie schnell du sichtbar werden möchtest. Dann kannst du dir zum Beispiel feste Zeiten in deinem Redaktionsplan einplanen, in denen du dich mit deinem Facebook-Account beschäftigst, ohne, dass das Handy dauerhaft in deiner Hand kleben muss.

4. Finde deine Zielgruppe und vernetze dich mit anderen Experten

Jaaa, deine Zielgruppe. Wo und wie findest du deine Leute hier auf Facebook?

Wichtig zu wissen: Wie definiert sich deine Zielgruppe, was interessiert sie, wie ticken sie, wann sind sie wo und wie oft aktiv? Fragen, die sich leicht anhören, aber weniger leicht zu beantworten sind.

Bevor du also deine Zielgruppe aufs Geratewohl anfängst zu suchen und dabei (mehr) graue Haare bekommst, stell dir deinen Traumkunden oder deine Traumkundin haargenau vor.

Welches Problem hat sie?

Was wünscht sie sich?

Welche Werte hat sie?

Stell sie dir bis ins kleinste Detail vor. Das Unterfangen „Zielgruppe“ finden wird dir so um einiges leichter fallen. Du wirst deinen Content direkt auf sie ausrichten und deine Traumkund*innen magnetisch anziehen. Die Suchmaschine unterstützt dich dabei tatkräftig durch die Keyword Suche. Ganz sicher.

Das funktioniert genau so, wenn du den Austausch mit anderen Experten suchst, neue Impulse oder neuen Input generieren möchtest. Überlege dir, mit wem du zusammenarbeiten oder von wem du lernen möchtest und suche gezielt. Das spart dir eine Menge Zeit und Nerven.

5. Viral gehen oder für Sichtbarkeit bezahlen?

Natürlich kannst du von Anfang an in Facebook Werbung investieren. Genauso gut kannst du aber auch dein Geld nehmen und zum Fenster rausschmeißen.

Versteh mich nicht falsch, Werbung zu schalten ist, ab einem bestimmten Zeitpunkt gut und schon beinahe unerlässlich. Aber, wenn du gerade begonnen hast, dein Content noch nicht von allein die Reichweite schafft, die du dir wünscht, dann nutzen dir auch Werbeanzeigen nur geringfügig. Klar, es ist erstmal viel Arbeit, ohne Ads auszukommen, aber dennoch lohnend. Du erfährst einiges darüber, welcher Content gut ankommt, was deine Zielgruppe eigentlich will und wie du mit ihnen kommunizieren musst, um auf dich aufmerksam zu machen.

Bei bezahlter Werbung kannst du einiges verkehrt machen und ärgerst dich dann so richtig, wenn du nur zahlst, das gewünschte Ergebnis jedoch ausbleibt. Du brauchst eine gute Strategie und Verständnis, wie Facebook tickt. Ich empfehle dir sehr dich zu informieren oder jemanden zu engagieren, der dich dabei unterstützt eine sinnvolle und zielgerichtete Marketingstrategie zu entwickeln.

Du siehst, du hast viele verschiedene Möglichkeiten auf und mit Facebook sichtbar zu werden. Am Anfang erscheint es vielleicht etwas viel und du fühlst dich verloren in diesem Dschungel aus Angeboten, Expertenwissen -oder Nichtwissen, Werbeanzeigen, Zielgruppen usw, aber das klärt sich. Versprochen. Mit der Zeit wirst du dich einfuchsen, Menschen kennenlernen, mit denen du dich wohl fühlst und die dich unterstützen, wenn es haken sollte. Du kannst dir deine Postings durch verschiedene Techniken und Tools (Buzzer, Facebookmanager usw.) einfacher machen, so dass du dich einmal im Monat an den PC setzt, deine Beiträge in einem Rutsch für die nächsten Wochen vorplanst, dich dann zurücklehnst und entspannt zuschaust, wie deine Sichtbarkeit wächst.

Ich wünsche dir viel Erfolg und würde mich freuen, wenn du mir deine Tipps zu mehr Sichtbarkeit auf Facebook verrätst.

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Tonia