Business-Account auf Instagram aufbauen und stressfrei sichtbar werden

Für die meisten Menschen ist Instagram ein Begriff, der aus der Social Media Welt nicht mehr wegzudenken ist. Du denkst vielleicht an die vielen, hier versammelten Prominenten, an Influencer und wunderschöne Bilder von kleinen idyllischen Karibikinseln im blau-türkisem Ozeanwasser, aber eher nicht an Business, Unternehmensprofile und ähnliches. Zumindest war es bei mir so, ich verband mit Instagram, bis vor einigen Jahren, jedenfalls nicht Sichtbarkeit oder Wachstum, das mein Business voranbringen kann.

Doch Instagram ist mehr, als „nur“ ein Medium für wunderschöne Bilder und hübsche Menschen, die zeigen, wo sie gerade Urlaub machen.

Instagram kann deinem Unternehmen Reichweite verschaffen. Die Reichweite, die dich bei anderen Experten und deiner Zielgruppe weit über deine Region hinaus bekannt macht. Du bringst dich mit Leuten in Kontakt, die dieselben (beruflichen) Ziele verfolgen und den selben Themen Aufmerksamkeit schenken, wie du. Wenn du ein paar wichtige Punkte im Hinterkopf behältst, die ich dir hier im Folgendem aufschreibe, wirst du mit einem gelungenen ersten Auftritt deine Instagram-Business-Welt locker rocken.

1. Dein Account

Nachdem du dir die App heruntergeladen und einen Business-Account installiert hast, ist es an der Zeit, dein Profil so zu gestalten, dass es zu dir, deinem Branddesign und zu deinem Business passt. Das Aussehen deines gesamten Accounts spielt auf Instagram eine größere Rolle als zum Beispiel auf Facebook. Denn im Gegensatz zu Facebook-Accounts, werden auf Instagram zuerst deine Bilder und Grafiken ins Auge fallen, bevor jemand auch nur einen Beitrag lesen kann, sieht er zuerst dein gesamtes Profildesign. Wenn du mehr über den Aufbau bei Facebook erfahren möchtest, dann schau dir gerne meinen Blog-Artikel „Entspannt sichtbar auf Facebook“ an.

Zu Beginn trägst du einen Benutzernamen ein, wähle einen, der nicht zu lang ist, einen mit dem dich deine potenziellen Traumkunden schnell identifizieren und vor allem finden können. Ich persönlich finde nichts schlimmer, als nach etwas Bestimmten zu suchen und es nur deshalb nicht zu finden, weil sich jemand einen unschreibbaren Namen mit 5 Bindestrichen ausgesucht hat. Keep it simple! Dein Profilbild ist entweder ein schönes aussagekräftiges Foto von dir oder dein Firmenlogo.

In deiner Bio besteht die Möglichkeit, dich kreativ und informativ hervorzuheben. Überzeuge deine zkünftigen Abonnenten und Abonnentinnen mit wenigen Worten von dem was du zu bieten hast, wer du bist und welche Ziele du verfolgst. Teile deines Pitches gehören hier mit hin. Verwende Schlagwörter, aber vergiss nicht das ein oder andere Emoji einzufügen. Sieht einfach besser aus.

Das wichtigste allerdings ist, deine Verlinkung. Auf Instagram kannst du in deiner Biografie nur einen einzigen Link setzen. Falls du mehrere Seiten hast, auf denen Interessierte deine Expertise, Produkte oder Dienstleistungen finden können, bietet sich ein Linktree supergut an.

Was du immer wieder machen kannst und auch solltest, ist, dich von anderen erfolgreichen Accounts inspirieren zu lassen. Dabei hast du die Möglichkeit ein bisschen Recherche für deinen Content zu betreiben und mit großartigen Menschen und Unternehmen interaktiv zu werden.

2. Dein Content

Überlege dir genau, was du mit deinem Account erreichen willst. Was ist dein Ziel? Dein Portfolio präsentieren? Verkaufen? Vertrauen aufbauen? Eine aktive Community ins Leben rufen? Dein Ziel zu definieren und dir zu überlegen, wer deine Zielgruppe ist, sollte der erste Schritt zu deiner Content-Strategie sein. Relevanter Content ist enorm wichtig. Bei Instagram kommt jedoch auch der visuelle Aspekt deutlich zum Tragen. Qualitativ hochwertige Bilder und Grafiken machen dein Profil erst zum perfekten Hingucker. Krisselige oder unscharfe Bilder lassen Niemanden auf deinem Account verweilen und auf deine Beiträge klicken.

Wenn du ein Schema hast, beispielsweise

  • verwendest du nur deine Brand-Farben
  • ordnest deine Bilder und Grafiken zu einem Muster
  • hast du eine einzige Hauptfarbe, die immer wieder auftaucht
  • oder verwendest nur schwarz-weiß Aufnahmen,

du dir Gedanken machst, es gefällt dir und es nicht in Stress ausartet, weil du ständig nach neuen Ideen suchen musst, dann riskieren einige potenzielle Kund*innen mehr einen Blick, auf das, was du zu sagen hast.

Als kleinen Tipp nebenbei kann ich dir unter anderem Canva.com für deine Bilder und Stories wärmstens empfehlen. Auf Canva hast du die Möglichkeit, dir Vorlagen in der richtigen Größe zu erstellen und abzuspeichern. Ein wirklich tolles Tool. Nicht nur für Instagram.

Deine Beiträge sollten zu deinen Bildern passen und deine Stories können, müssen aber nicht, auf deine Beiträge hinweisen. Wie oft du Beiträge verfassen und Stories teilen solltest, hängt absolut davon ab, wie schnell du hier wachsen möchtest. Und davon, wie viel Zeit du auf Social Media verwenden möchtest. Denn ehrlich, Instagram macht sich nicht von allein.

3. # Hashtags

Damit du, samt deinem Content auch von Menschen mit gleichen Interessen oder von deinen Traumkund*innen gefunden werden kannst, gibt es die Hashtags. Setze Hashtags unter deine Beiträge, die passgenau auf dein Business zielen. Schau welche Hashtags andere Experten deiner Branche verwenden. Überlege, was deine Zielgruppe eingeben würde, um deine Dienstleistung zu finden und mach dir eine Liste, auf die du immer wieder direkt zugreifen kannst. Da es Hashtags mit über tausenden von Followern, aber auch Hashtags mit nur einigen wenigen gibt, bietet es sich an zu mischen, um im großen #-Pool nicht unterzugehen.

Erstelle dir dein eigenes Hashtag. Wenn du mal eine Challenge veranstaltest oder jemand dich oder deinen Beitrag erwähnt, ist es etwas Besonderes, alle Beiträge gesammelt unter deinem Hashtag zu sehen.

Vergiss auch nicht die Ortsangabe. Vor allem, wenn du nur in bestimmten Regionen aktiv bist oder einen festen Standort für dein Business hast, der von Kundschaft frequentiert wird, macht das Sinn.

 Falls du Probleme hast, die passenden Hashtags für dein Content zu finden, ist hier ein geniales Tool, das ich neulich entdeckt habe: All-Hashtag.com. Probiere es aus.

4. Community-Aufbau

Hashtags spielen beim Aufbau einer Instagram-Community eine wesentliche Rolle. Über # suchst du dir bewusst die Leute aus, mit denen du interaktiv werden möchtest. Das erfordert mitunter Geduld. Geduld, Zeit und vor allem Interesse.

Mach bei Aktionen und Challenges anderer Profile mit, sei interaktiv und zeige dich. Kommentiere Beiträge und Bilder, die dich tatsächlich ansprechen. Aber kommentiere nicht nur mit drei Smileys oder einem saloppen „schönes Bild“, sondern schreibe deine Meinung,  ausführlich und vor allem ehrlich. Du wirst sehen, Interesse erzeugt Interesse. Mach bitte nicht den Fehler und folge unendlich vielen Leuten nur um zurück gefolgt zu werden. Das sieht nicht gut aus und schreckt ab. Folgst du zu vielen anderen Accounts verlierst du an Glaubwürdigkeit: Wie willst du interaktiv sein bei 3000 abonnierten Accounts?

In einer Community geht es um Austausch und Verbindung untereinander. Lieber eine aktive Community mit 300 Followern als eine stille mit 3000. Davon hat niemand etwas und der Aufwand lohnt sich für dein Geschäft nicht. Aufwand. Ja, es kostet schon etwas Mühe eine richtig gute Community wachsen zu lassen. Dein Content muss stimmen und du musst präsent sein. Läuft es jedoch einmal gut, ist eine solche Community allerdings nicht mit Gold aufzuwiegen.

  • Atworte auf jeden Kommentar
  • Zeige Wertschätzung und Interesse
  • Sei aufmerksam und begrüße eventuell jedes neue Mitglied per PM

Mach es dir zur Routine gleich morgens mit deiner Community zu interagieren und plane dafür täglich ein paar Minuten Zeit ein.

5. Insights

In deinen Insights kannst du gut nachvollziehen, wann deine Zielgruppe am aktivsten ist. Bist du zum Beispiel Hochzeitsfotografin, suchen deine Kunden wahrscheinlich eher abends und am Wochenende nach Inspiration auf deinem Profil. Dann solltest du deine Beiträge so planen, dass sie frisch am Wochenende oder abends online gehen.

Hast du jedoch mehr mit Unternehmer*innen zu tun und gerade eine Challenge am Laufen, kann es vormittags innerhalb der Woche günstiger sein deinen Content raus zu bringen.

Schau dir deine Insights regelmäßig an und gleiche deinen Content entsprechend ab. Siehst du Stories oder Beiträge, die sehr gut oder überhaut keine Reichweite haben, dann schreib dir auf, woran das liegen könnte.

6. Planungstools

Es gibt verschiedene Tools, die dir das Posten von Beiträgen und Stories enorm erleichtern können. Für Beiträge kann ich dir Planoly.com empfehlen. Auf Planoly kannst du deine Beiträge schreiben, planen und anordnen. Wenn du möchtest, kannst du dich an einem Tag für ein paar Stunden an deinen Laptop setzen und alle Postings für den nächsten Monat planen. Danach hast du Ruhe und brauchst nur noch zu kommentieren und zu antworten.

Für deine Stories ist Storrito.com nützlich. Das gleiche Prinzip wie bei Planoly. Lade deine Stories hoch, überlege dir, wann sie auf Instagram online gehen sollen und lehne dich zurück. Bei Stories bietet es sich allerdings immer an zwischendurch mal ein kurzes Video hochzuladen oder spontane Bilder von dir und deinem Working-Prozess zu zeigen.

Natürlich gibt es noch viele, viele andere Tools, die dir im Social Media Dschungel hilfreich zur Seite stehen. Schau dich dafür einfach ein bisschen um, dann findest du das passende für dich. Oder du bist ohne Plan und Strategie unterwegs und lädst deinen Content je nach Zeit und Gefühl hoch. Hauptsache, du machst es so, wie es sich für dich leicht und sexy anfühlt.

Das sind sie gewesen, die Basics, mit denen du dein Business auf Instagram sichtbar machen kannst. Sei offen und kreativ. Habe Spaß an dem was du machst. Benutze keine Bots. Interessiere dich, dann kommt Interesse zurück, somit gewinnst du Reichweite und damit Kunden. Gib nicht gleich auf, weil nicht jeder kommentiert oder deine Beiträge liked. Das braucht Zeit, Liebe, Ideen.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei Instagram & Co.

Schreib mich gerne auf Instagram an, ich bin Neugierig, was du aus deinem Profil gemacht hast.

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Tonia